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Höllentalbahn

Die Höllentalbahn verbindet die Rheinebene mit dem Hochschwarzwald und besteht aus der westlichen (Freiburg – Neustadt) und östlichen (Neustadt – Donaueschingen) Höllentalbahn. Die 1887 eingeweihte Strecke ist mit 55 Promille die steilste Normalspurbahn Deutschlands. Zwischen Freiburg und Hinterzarten überwindet sie auf 27 Kilometern eine Höhendifferenz von 617 Metern, mit 885 Metern über dem Meer ist Hinterzarten der höchste Bahnhof.

Die Höllentalbahn ist zwischen Freiburg - Wiehre und Donaueschingen eingleisig, planmäßig kreuzen sich die Züge in Himmelreich und Hinterzarten. Zwischen Freiburg und Titisee verkehren tagsüber alle 30 Minuten Regionalbahnen, Neustadt und Seebrugg (Dreiseenbahn) sind stündlich angebunden. Die Züge bestehen meist aus drei Doppelstockwagen und einer Lokomotive (BR 143) und werden in Verkehrsspitzen um einen Wagen oder auch drei weitere mit einer zweiten Lok verstärkt.

Höllentalbahn
Höllentalbahn

„Breisgau-S-Bahn 2020“ verbessert das Angebot der Höllentalbahn

Um die Attraktivität des regionalen Nahverkehrs erheblich zu verbessern, wurden im Juli 2015 die Realisierungs- und Finanzierungsverträge zwischen dem Land Baden-Württemberg, der Deutsche Bahn AG und dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) unterzeichnet. Sie regeln die Ausbaumaßnahmen zur Breisgau-S-Bahn 2020 auf den Strecken der DB. Die wichtigsten Maßnahmen: Breisacher Bahn und Elztalbahn sowie die östliche Höllentalbahn werden elektrifiziert. Die Haltepunkte der Breisgau-S-Bahn werden barrierefrei ausgebaut (Hinterzarten erhält zwei Aufzüge), die Bahnsteige erhöht und teilweise verlängert.
Die Fahrgastkapazität soll durch längere Züge erhöht und das Angebot auf allen Strecken, insbesondere auch am Abend und am Wochenende, verbessert werden. Durch die Durchbindung der Ost-West-Achse mit der Breisacher Bahn ab Breisach und der Höllentalbahn bis Donaueschingen und Villingen wird das Umsteigen in Gottenheim, Freiburg, Titisee und Neustadt zukünftig entfallen.

Derzeit (Frühjahr 2016) laufen die Planfeststellungsverfahren für die verschiedenen Baumaßnahmen, die 2017/2018 realisiert werden sollen. Dabei lassen sich längere Schienenersatzverkehre leider nicht vermeiden.

Geschichte der Höllentalbahn (nach U.Buchardt, Bochum)

1882Beginn des Baus der Höllentalbahn unter Leitung des Bahnpioniers Robert Gerwig (1820 bis 1885), der auch die Schwarzwaldbahn und die Gotthard-Nordrampe erbaute
1887Westliche Höllentalbahn Freiburg-Neustadt wird eröffnet, Steigung bis 5,5 %, 7 Tunnel und 7 Brücken, Höhenunterschied Freiburg-Hinterzarten: 617 m
1887-1933Zahnradbetrieb zwischen Hirschsprung und Hinterzarten
1901Östliche Höllentalbahn Neustadt-Donaueschingen wird eröffnet
1914-1925Neubau des Bahnhofs Freiburg-Wiehre mit Verlängerung der Strecke
1926Dreiseenbahn Titisee-Seebrugg wird eröffnet
1925-1928Ersatz der eisernen Gitterhängebrücke des Ravenna-Viadukts durch eine Steinbogenbrücke
1933Reibungsbetrieb mit Dampf-Tenderlok BR 85
1936Elektrifizierung der Strecke Freiburg-Neustadt und Titisee-Seebrugg mit 20 kV 50 Hz Wechselstrom; Test von Lokomotiven mit unterschiedlichen elektrischen Stromsystemen
1960Umstellung des Stromsystems auf 15kV 16 2/3 Hz Wechselstrom
1991Gründung des Regio-Verkehrs-Verbundes Freiburg (RVF) und Einführung der „Regio-Karte“; Fahrgastzuwachs auf derzeit sechs Millionen Fahrgäste jährlich
2006Einführung der KONUS – Gästekarte für Urlauber, welche aktuell in 143 Schwarzwälder Ferienorten ausgegeben wird und die kostenlose Mitfahrt in Bussen und Nahverkehrszügen in 9 Verbünden erlaubt
2012„125 Jahre Höllentalbahn“

Autor: Gunther Ellwanger

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